| Die Schärfe und ich
Die Zunge brennt, die Nase läuft, die Augen tränen und doch schmeckt es wunderbar. Wie kommt das eigentlich?

Der Amerikaner Wilbur L. Scoville erfand ein Messverfahren für die Ermittlung des Schärfegrades bei Chilis. Gemüsepaprika aus dem Supermarkt hat einen Wert von 0 Scoville-Einheiten, Habaneros bringen es auf 300.000 Einheiten. |
Der Grund dafür ist die Wirkung des Capsaicin, ein Stoff in Chili-Schoten, der die Schärfe hervorruft. Kommt dieser natürliche “Scharfmacher” mit Nerven in Berührung, die empfindlich für die Wahrnehmung von Hitze reagieren (auf der Zunge, aber auch auf der Haut), melden diese eine “Verbrennung” an das Gehirn weiter. Natürlich verbrennt man sich dabei nicht. Dennoch reagiert der Körper auf diese “Hitze-Attacke” zunächst dadurch, dass er viel Blut in die betroffene Region leitet. Dadurch soll die vermeintliche “Hitze” abgeleitet werden. Wie bei “realen” Schmerzempfindungen auch, versucht der Körper, die Intensität der “Verbrennungs”-Schmerzen zu lindern. Dazu werden bestimmte Hormone ausgeschüttet, so genannte Endorphine. Diese haben eine vergleichbare Wirkung wie etwa Opium: Sie unterdrücken den Schmerz und lösen ein allgemeines Gefühl von Wohlbehagen und Entspannung aus.
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Für gesunde Ernährung und Fitness spielt scharfes Essen mit Chili eine wichtige Rolle, denn:
"a pepper a day keeps the doctor away!"
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Doch Capsaicin kann noch mehr, als die Durchblutung zu fördern und eine angenehme Stimmung auslösen es wirkt außerdem noch gegen Bakterien und Pilze und hat somit eine desinfizierende und konservierende Funktion. Und damit noch nicht genug: Scharfes Essen regt auch die Verdauung an. Durch die Chilis wird mehr Magensäure produziert und das Essen letztlich besser verdaut. Nicht ohne Grund setzen Diätkonzepte auch auf scharfes Essen.Messen kann man die Schärfe von Chilis auch: In so genannten “Scoville-Einheiten”, benannt nach dem amerikanischen Pharmakologen Wilbur L. Scoville, wird die relative Schärfe angegeben. Je höher der Wert auf der “Scoville-Skala”, um so schärfer ist die Schote und damit auch das Essen, das mit ihr gewürzt wird.
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